Während eine Feinunze Gold mehrere Tausend Euro kostet, liegt der Preis für eine Feinunze Silber deutlich darunter. Diese Zugänglichkeit hat Silber den Beinamen „das Gold des kleinen Mannes“ eingebracht – ein Metall, das auch mit überschaubaren Beträgen physisch gehalten werden kann.
Industriemetall mit Doppelrolle
Anders als Gold, dessen Nachfrage überwiegend aus Anlage und Schmuck stammt, wird ein erheblicher Teil des weltweiten Silbers industriell verarbeitet – etwa in der Photovoltaik, der Elektronik und der Medizintechnik. Das macht den Silberpreis konjunktursensibler und tendenziell volatiler als den Goldpreis.
- Niedriger Einstiegspreis je Einheit
- Strukturelle Industrienachfrage als zusätzlicher Preistreiber
- Hohes historisches Aufwärtspotenzial bei niedrigem Gold/Silber-Ratio
- Höhere Preisvolatilität als Gold
- Ungünstigere steuerliche Behandlung in Deutschland
- Größeres Lagervolumen bei gleichem Anlagewert
Besteuerung: der wichtigste Unterschied zu Gold
Während Anlagegold in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit ist, gilt das für Silber nicht. Je nach Händler und Herkunft der Ware kommt entweder die Differenzbesteuerung – bei der nur die Handelsspanne besteuert wird – oder der volle Regelsteuersatz zur Anwendung.
Prüfen Sie vor dem Kauf immer, ob der ausgewiesene Preis bereits die Steuer enthält und welches Besteuerungsverfahren der Händler anwendet. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber Steuern & Recht.
Das Gold/Silber-Ratio als Orientierung
Das Verhältnis zwischen Gold- und Silberpreis – historisch häufig zwischen 60 und 90 – wird von vielen Anlegern als Indikator für eine relative Über- oder Unterbewertung von Silber gegenüber Gold herangezogen. Mit unserem Gold/Silber-Ratio-Tool können Sie die aktuelle Kennzahl im Zeitverlauf verfolgen.
Möchten Sie wissen, wie viel eine bestimmte Menge Silber aktuell wert ist? Nutzen Sie unseren kostenlosen Silberpreis-Rechner.



