Kurz gesagt: Die Deutsche Post verkauft in Deutschland kein reguläres Anlagegold. In Postfilialen gibt es weder Goldbarren noch Anlagemünzen am Schalter. Wer „Gold bei der Post kaufen“ sucht, meint meist eines von drei Dingen: das Goldangebot der Schweizerischen Post, den versicherten Versand von Gold per Post oder den Goldverkauf per Post an einen Ankäufer. Dieser Beitrag ordnet alle drei Varianten ein und zeigt, wo Sie in Deutschland stattdessen günstig und sicher kaufen.

Gibt es Gold bei der Deutschen Post?

Nein, jedenfalls nicht als Anlageprodukt. Die Deutsche Post bietet über ihre Filialen und den Online-Shop Briefmarken, Sammlerprodukte der Philatelie und Versanddienste an – aber keinen Handel mit Goldbarren oder Bullionmünzen zum Tageskurs. Auch die Postbank ist kein Edelmetallhändler; ein früheres Gold-Sparangebot wurde von der Stiftung Warentest kritisch bewertet und spielt heute keine Rolle mehr.

Verwechslungsgefahr besteht mit der Schweizerischen Post: Sie verkauft in ihrem Online-Shop und in ausgewählten Filialen Goldbarren und Münzen, die von einem Edelmetallhändler bereitgestellt werden. Für Käufer in Deutschland ist das kaum relevant, denn bei der Einfuhr von Gold ab 10.000 Euro besteht eine Anmeldepflicht beim Zoll, und Preise in Franken lassen sich schlecht vergleichen.

Gold per Post liefern lassen: So läuft es

Der realistische Weg, „Gold per Post“ zu bekommen, ist der Onlinekauf bei einem Edelmetallhändler. Seriöse Händler versenden:

  • versichert bis zum Warenwert, meist per Wertversand oder spezialisiertem Kurier,
  • neutral verpackt, ohne Hinweis auf Gold oder den Absender,
  • nur an die Rechnungsadresse, häufig mit Identitätsprüfung bei der Übergabe.

Achten Sie darauf, dass die Versicherung bis zur Übergabe an Sie gilt und nicht schon bei Abgabe an den Paketdienst endet. Mehr dazu im Ratgeber Sichere Lieferung von Edelmetallen.

Gold per Post verkaufen

Viele Scheideanstalten und Goldankäufer bieten einen Versandankauf an: Sie erhalten eine versicherte Versandtasche, schicken Ihr Altgold ein, der Ankäufer prüft den Feingehalt und überweist den Betrag. Das kann fair sein, wenn der Ankäufer transparent nach Gewicht, Feingehalt und Tageskurs abrechnet und Ihnen vor der Einschmelzung ein Angebot macht, das Sie ablehnen können. Berechnen Sie den Materialwert vorher mit dem Goldwert-Rechner.

Wo Sie in Deutschland stattdessen Gold kaufen

Kaufweg Vorteile Nachteile
Online-Edelmetallhändler Niedrigste Aufschläge, große Auswahl, Versand Kauf auf Distanz, Händler sorgfältig prüfen
Händler mit Filiale Beratung, sofortige Mitnahme, Tafelgeschäft bis 1.999,99 € Nur in größeren Städten
Sparkasse / Volksbank Vertrauter Ansprechpartner Meist höhere Aufschläge, oft Bestellung nötig
Reisebank Filialen an großen Bahnhöfen Aufschläge höher als online

Einen Überblick über seriöse Anbieter gibt unser Goldhändler-Vergleich. Wie sich der Kauf bei der Sparkasse schlägt, lesen Sie in Gold bei der Sparkasse kaufen.

Häufige Fragen

Kann ich in einer Postfiliale Gold kaufen?

Nein. In deutschen Postfilialen gibt es keine Goldbarren oder Anlagemünzen. Gold kaufen Sie bei Edelmetallhändlern, Banken oder der Reisebank.

Ist es sicher, Gold per Post zu bestellen?

Ja, wenn der Händler versichert und neutral verpackt versendet. Prüfen Sie Impressum, Bewertungen und Zahlungsweg, und vergleichen Sie den Preis mit dem aktuellen Goldkurs – Angebote deutlich unter Spotpreis sind ein Warnsignal für Fake-Shops.

Lohnt sich der Goldverkauf per Post?

Er kann sich lohnen, wenn der Ankäufer transparent abrechnet und Sie das Angebot vor dem Einschmelzen ablehnen können. Holen Sie mehrere Angebote ein und kennen Sie den Materialwert Ihres Goldes vorab.