Wie ermittle ich den Feingehalt meines Schmucks?

In Deutschland und Europa sind echte Schmuckstücke mit einem amtlichen Feingehaltsstempel (der sogenannten Punze) versehen. Dieser dreistellige Stempel befindet sich üblicherweise an unauffälligen Stellen:

  • Ringe: Auf der Innenseite der Ringschiene.
  • Ketten & Armbänder: Am Karabinerverschluss oder auf der kleinen Befestigungsöse direkt neben dem Verschluss.
  • Ohrringe & Broschen: Auf dem Stecker, der Flügelmutter oder der Nadelrückseite.

Schmelzwert vs. Händler-Ankaufspreis: Worin liegt der Unterschied?

Der an den Finanzmärkten notierte Kurs stellt den reinen 100 % Feingoldwert für standardisierte Industriebarren dar. Wenn Sie Altgold verkaufen, muss das Metall durch eine Scheideanstalt thermisch eingeschmolzen und chemisch von Begleitmetallen (wie Kupfer, Silber, Zink oder Nickel) getrennt werden.

Seriöse Händler und Scheideanstalten zahlen Privatanlegern daher im Schnitt zwischen 88 % und 94 % des tagesaktuellen Börsenwerts aus. Abschläge von mehr als 15 % sind im Regelfall unvorteilhaft für den Verkäufer.