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Samstag, Januar 28, 2023

GameFi: Der neue Trend erobert das Krypto-Gaming

Die Innovationen im Bereich der Blockchain-Technologie offenbaren immer neue Anwendungsgebiete und treten dabei Trends los, die ganze Branchen nachhaltig verändern. Auf das Non-Fungible Tokens (NFT) folgt nun „GameFi“. Online Casinos gehörten zu den ersten Akteuren der Gaming-Branche, die den Nutzen der Blockchain-Technologie erkannt haben.

Im Anschluss an die frühen Ansätze der Implementierung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Spieleinsätze entwickelten sich schnell vollwertige Bitcoin Anbieter, die sich auf den Umgang mit dem digitalen Geld spezialisiert haben. Die besten Bitcoin Casinos haben ihren Service mittlerweile so weit ausgebaut, dass Spieler flexibel zwischen Krypto- und Fiat-Währungen wechseln und sowohl Ein- als auch Auszahlungen ganz individuell gestalten können. Über den Einsatz als Zahlungsmittel ist die Gaming-Branche inzwischen längst hinaus und schlägt mit dem Phänomen GameFi ein ganz neues Kapitel auf.

GameFi Der neue Trend erobert das Krypto-Gaming

Was steckt hinter GameFi?

GameFi repräsentiert die nächste Entwicklungsstufe des Kryptogamings und könnte sowohl die Videospiel-Branche als auch die Finanzwelt ein Stück weit revolutionieren. Die Wortneuschöpfung kombiniert den Begriff „Gaming“ mit dem Schlagwort „DeFi“, der als Abkürzung für „Dezentrale Finanzdienstleistung“ steht.

Das dahinterstehende Konzept kann Entwicklern bei der Finanzierung ihrer Projekte helfen und ermöglicht Spielern gleichzeitig die Chance auf ein passives Einkommen. Wie so oft, wenn es um komplett neue Ansätze geht, steht auch am Anfang der Entstehungsgeschichte von GameFi ein Problem, welches es zu lösen galt. In diesem Fall wollte man endlich alternative Wege zur Finanzierung von kleinen Entwicklern und Publishern finden, die zwar gute Ideen haben, aber ihre Projekte aufgrund von zu geringen finanziellen Mitteln immer wieder pausieren oder canceln müssen.

Das Konzept GameFi folgt deshalb dem Prinzip der möglichst frühen Kapitalisierung. Geld kommt dabei über die Herausgabe von NFTs oder eigens für ein Game geschaffene Währungen zusammen. GameFi ähnelt damit dem Crowdfunding, nutzt für die Finanzierung allerdings gezielt Digital-Assets auf Blockchain-Basis. In diesem Zusammenhang können ganz unterschiedliche Verfahrensweise wie Stacking oder Liquidity-Mining genutzt werden. Aus dem einfachen Game wird so ein Miniatur-Blockchain-Ökosystem. Durch den Kauf und Verkauf von NFTs können Spieler dabei durchaus selbst Kapital anhäufen, welches Sie später in universell nutzbare Kryptowährungen und sogar Fiat-Geld umtauschen können.

Der innovative Ansatz und die sich daraus ergebenden Chancen haben rund um das Phänomen GameFi innerhalb kurzer Zeit einen regelrechten Hype entstehen lassen. Vieles in diesem Bereich befindet sich erst in der Entwicklungsphase und ist auch noch nicht bei einer breiten Community angekommen. Trotzdem hat GameFi das Potenzial die Krypto- und Gaming-Branche nachhaltig verändern.

Vorteile von GameFi für Entwickler und Gamer

GameFi könnte für viele Entwickler der Sprung in die Unabhängigkeit von herkömmlichen Geld- und Kreditgebern sein. Statt einen Investor zu überzeugen, muss das Konzept eines Projekts die potenzielle Kundschaft ansprechen. Deshalb ist davon auszugehen, dass ein Game, welches sich über das GameFi-Prinzip finanzieren kann, auch nach der Veröffentlichung gut in der Gamingszene ankommt.

Außerdem ist es nicht nötig bereits etablierte Spielkonzepte zu kopieren, um ein möglichst geringes finanzielles Risiko einzugehen. Stattdessen können Entwickler sich ausprobieren und auch experimentelle Game-Designs wagen. Weil schon in der Entwicklungsphase Tokens in Form von Coins und NFTs herausgegeben werden, bleiben Entwickler durchgängig liquide und erhalten durch die Veröffentlichung von Beta-Versionen ein zuverlässiges Feedback dazu, wo Verbesserungspotenzial besteht.

Selbst nach der Fertigstellung sorgen die Spiele weiterhin für Einkünfte, die sich wiederum in die Erweiterung des aktuellen oder in die Finanzierung eines neuen Projekts investieren lassen. Ein Schwerpunkt des GameFi liegt derzeit auf dem NFT. Im Gegensatz zu beliebig austauschbaren Token wie einem Kryptocoin, kann ein NFT bestimmte Eigenschaften haben, die aktiv ins Spielkonzept integriert sind. Ein einzelnes NFT kann beispielsweise ein virtuelles Item oder einen Skin für die Spielfigur repräsentieren.

An dem Handel mit diesen Tauschgütern verdient der Entwickler ebenfalls häufig mit. Für die Gamer ist jedoch deutlich relevanter, dass die meisten GameFi-Geschäftsmodelle den Aufbau eines passiven Einkommens ermöglichen. Langfristig könnte dem leicht abgeflauten NFT-Hype durch das GameFi-Phänomen neues Leben eingehaucht werden. Interessant ist auch das Potenzial hinsichtlich des noch in den Kinderschuhen steckenden Metaverse. Für viele Experten und Beobachter der Szene ist die Verschmelzung von dezentraler Finanzwelt und Gaming nur der erste Schritt gewesen.

GameFi Der neue Trend erobert das Krypto-Gaming

Als nächste logische Evolutionsstufe kann in diesem Sinne die Integration ins derzeit heranwachsende Metaverse angenommen werden. Das liegt vor allem an den großen thematischen Schnittmengen der verschiedenen Bereiche. Schon jetzt sind NFTs und Kryptowährungen die praktische Zahlungsmittel-Alternative im Metaverse. Über diese Verbindung wird auch das GameFi-Prinzip eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.

Kann GameFi die Branche revolutionieren?

Das Gamefi-Konzept ist sowohl für die Gaming- als auch die Krypto-Branche von großem Interesse. Zum einen haben Entwickler ganz neue Möglichkeiten zur langfristigen Finanzierung zur Hand und können Spieler auch über das eigentliche Spiel hinaus an sich binden. Gleichzeitig profitiert aber auch die Welt der Kryptowährungen, weil die fortschreitende Etablierung von digitalem Geld als real genutztes Zahlungsmittel für eine breite Akzeptanz sorgt.

Auf lange Sicht können Kryptozahlungen sich über das GameFi zur favorisierten Form der Transaktionsabwicklung im Metaverse entwickeln. Davon profitieren nicht nur die großen Währungen wie Bitcoin und Ether, sondern ebenfalls viele kleine Alt-Coins, die für bestimmte Ökosysteme geschaffen wurden. Bereits jetzt sind die ersten Auswirkungen in der Gamingszene sichtbar. Die Finanzierung per Blockchain schafft schon jetzt neue Spielkonzepte und zugleich eine gut vernetzte Community.

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