Als Edelmetalle werden chemische Elemente bezeichnet, die sich durch hohe Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit auszeichnen. Neben Gold und Silber zählt dazu die sechs Metalle umfassende Platingruppe.

Gold und Silber

Gold und Silber sind die traditionellen Anlage- und Münzmetalle mit der längsten Handelsgeschichte und den mit Abstand liquidesten Märkten unter den Edelmetallen.

Die Platingruppe

Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Iridium und Osmium bilden gemeinsam die sogenannte Platingruppe. Diese Metalle treten in der Natur häufig gemeinsam auf und werden zu großen Teilen als Nebenprodukte derselben Fördervorgänge gewonnen — was ihre Angebotsmengen eng miteinander verknüpft.

MetallDichte (g/cm³)Marktbedeutung
Gold19,3 g/cm³Liquider Anlagemarkt
Iridium22,56 g/cm³Kleiner, spezialisierter Markt
Osmium22,59 g/cm³ (dichtestes natürliches Element)Kleiner, spezialisierter Markt
Palladium12,02 g/cm³Liquider Anlagemarkt
Platin21,45 g/cm³Liquider Anlagemarkt
Rhodium12,41 g/cm³Kleiner, spezialisierter Markt
Ruthenium12,45 g/cm³Kleiner, spezialisierter Markt
Silber10,49 g/cm³Liquider Anlagemarkt

Warum die Unterscheidung wichtig ist

Für Anleger ist die Unterscheidung zwischen den vier liquide gehandelten Hauptmetallen (Gold, Silber, Platin, Palladium) und den vier kleineren Platinmetallen (Rhodium, Osmium, Iridium, Ruthenium) praktisch relevant: Letztere haben deutlich kleinere, weniger liquide Märkte und eignen sich eher für erfahrene, spezialisierte Anleger als für den Einstieg.