Home Finanzen & Börse Der KI-Kater: Klarnas Februar-Absturz und das neue Urteil der Wall Street

Der KI-Kater: Klarnas Februar-Absturz und das neue Urteil der Wall Street

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Deplatzierter Kater im Anzug vor sinkendem Börsenkurs und zerbrochener KI zeigt Klarnas Februar-Absturz an der Wall Street.
Deplatzierter Kater im Anzug vor sinkendem Börsenkurs und zerbrochener KI zeigt Klarnas Februar-Absturz an der Wall Street.

Im Februar 2026 fiel die Klarna-Aktie um 12 % nach Veröffentlichung der Q4-Zahlen, die unerwartet hohe Kreditrisiken im US-Markt offenbarten. Analysten korrigierten das durchschnittliche Kursziel auf 28,50 USD, wobei Institute wie Morgan Stanley trotz kurzfristiger Volatilität langfristiges Potenzial in der KI-gestützten Kostenstruktur sehen.

Marktschnappschuss: Februar 2026

Als Senior Analyst beobachte ich den Fintech-Sektor seit über einem Jahrzehnt, doch die Volatilität, die wir diesen Monat bei Klarna erleben, ist selbst für erfahrene Marktbeobachter bemerkenswert. Nach einem vielversprechenden IPO im letzten Jahr hat die Realität der globalen Zinsmärkte das schwedische „Buy Now, Pay Later“-Schwergewicht eingeholt. Der Februar-Dip ist nicht nur eine Korrektur; er ist ein Stresstest für das KI-getriebene Geschäftsmodell. Während Privatanleger nervös auf die roten Zahlen im Depot blicken, sehen institutionelle Investoren nuancierte Signale. Hier ist meine Tiefenanalyse zur aktuellen Lage der Klarna Aktie Analysten und den Implikationen für Ihr Portfolio.

Warum ist die Klarna Aktie im Februar 2026 so stark gefallen?

Der Absturz Mitte Februar kam für viele überraschend, da Klarna im Vorfeld aggressive Expansionspläne kommuniziert hatte. Der Hauptauslöser war die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Trotz Rekordumsätzen im Weihnachtsgeschäft offenbarten die Zahlen eine Achillesferse: die steigenden Ausfallraten im US-Kreditportfolio.

Die Börse reagiert allergisch auf Unsicherheit bei Kreditrisiken. Während Klarna stets betonte, dass ihre KI-Modelle das Underwriting revolutionieren würden, zeigten die Daten, dass die algorithmische Risikoprüfung in einem inflationären Umfeld an Grenzen stößt. Investoren, die auf eine makellose Skalierung gehofft hatten, wurden enttäuscht. Hinzu kam der Ablauf der Lock-up-Periode für frühe Mitarbeiter und Investoren, was zu einem zusätzlichen Verkaufsdruck führte.

Another factor was the regulatory debate in the UK. Reports from cityam.com indicated that the Financial Conduct Authority (FCA) was considering new, stricter capital requirements for BNPL providers, which directly impacted margin expectations. This led many Klarna stock analyststo review their short-term recommendations.

Ist Klarna 2026 bereits profitabel?

Dies ist die Kernfrage, die über die langfristige Bewertung entscheidet. Die Antwort ist ein komplexes „Ja, aber“. Auf bereinigter EBITDA-Basis ist Klarna profitabel und zeigt, dass das operative Geschäft Geld verdient. Wenn wir jedoch unter den Strich auf das Nettoergebnis (GAAP) schauen, belasten nach wie vor hohe Investitionen in die KI-Integration und die Expansion in neue Märkte wie Südostasien die Bilanz.

Im direkten Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch eine klare Trendwende in der Kosteneffizienz, primär getrieben durch den massiven Personalabbau zugunsten automatisierter Kundenservice-Lösungen.

KennzahlQ4 2024 (Mio. USD)Q4 2025 (Mio. USD)VeränderungKommentar
Umsatz780950+21,8 %Starkes US-Wachstum
Kreditverluste120185+54,2 %Warnsignal: Risikokosten steigen schneller als Umsatz
Adj. EBITDA3592+162,8 %Operative Hebelwirkung greift
Nettoergebnis-45-12+73,3 %Nahe am Break-even

Die Daten verdeutlichen das Dilemma: Das operative Geschäft skaliert wunderbar, aber die Qualität der vergebenen Kredite (Cost of Risk) hat sich verschlechtert. Für detaillierte Einblicke in die Prognosen verweise ich auf unsere interne Analyse zur Klarna Q4 2025 Ergebnisse.

Wie bewertet Morgan Stanley die Klarna Aktie nach den neuesten Quartalszahlen?

Inmitten des Abverkaufs stach ein Report besonders hervor. Morgan Stanley veröffentlichte nur zwei Tage nach dem Kursrutsch eine aktualisierte Studie, die gegen den Strom schwamm. Während viele Boutique-Häuser ihre Ziele senkten, behielt Morgan Stanley das Rating „Overweight“ bei, passte jedoch das Kursziel leicht an.

Die Begründung der Großbank stützt sich auf zwei Säulen:

  1. Der KI-Vorteil: Die Analysten argumentieren, dass Klarnas aggressive Implementierung von KI im Kundenservice die Betriebskosten dauerhaft um 30 % senken wird – ein Vorteil, den traditionelle Banken so schnell nicht replizieren können. Dies wurde auch in Berichten von ft.com hervorgehoben.
  2. Das Ökosystem: Klarna wandelt sich erfolgreich von einer reinen Zahlungsoption zu einem Shopping-Hub. Die Werbeeinnahmen (Affiliate Marketing) wuchsen im Q4 um 45 %, was die Abhängigkeit von Zinsmargen reduziert.

Dennoch mahnt die Bank zur Vorsicht bei der Positionsgröße. Es ist kein „All-in“-Szenario, sondern eine Wette auf die erfolgreiche Transformation. Andere Stimmen aus dem Lager der Klarna Aktie Analysten, wie etwa die der Deutschen Bank, bleiben skeptischer und verweisen auf die Konkurrenz durch Apple Pay Later.

Was ist das aktuelle Kursziel der Analysten für die Klarna Aktie?

Die Diskrepanz zwischen den Bullen und Bären ist derzeit so groß wie selten zuvor. Nach dem Februar-Dip haben wir eine breite Streuung in den Kurszielen gesehen. Basierend auf Daten von marketbeat.com und investing.com lässt sich folgendes Bild zeichnen:

  • Aktueller Kurs (Stand 20. Feb 2026): 22,40 USD
  • Konsens-Rating: Hold (Halten)
AnalystenhausRatingAltes KurszielNeues KurszielBegründung
Morgan StanleyOverweight35,00 USD32,00 USDStarke KI-Effizienz, Werbeerlöse steigen
Goldman SachsNeutral28,00 USD25,00 USDKreditrisiken im US-Markt unterschätzt
CitiSell20,00 USD18,00 USDRegulatorischer Druck, Wettbewerb
JefferiesBuy40,00 USD36,00 USDMarktführer-Position in Europa unterschätzt

Für Investoren, die tiefer in die Bewertungsmodelle eintauchen wollen, empfehle ich unseren Artikel zum Klarna Kursziel 2026.

Wann ist die Frist für die Klarna Sammelklage?

Ein Thema, das in Foren und sozialen Medien für Unruhe sorgt, ist die Rede von rechtlichen Schritten. Um hier Klarheit zu schaffen: Es gibt aktuell keine globale Sammelklage, die den Bestand des Unternehmens bedroht. Allerdings läuft in den USA eine Frist für eine kleinere „Class Action“ bezüglich der Offenlegung von „Late Fees“ (Versäumnisgebühren) in den Jahren 2023-2024 ab. Die Frist zur Registrierung für betroffene US-Verbraucher endet am 15. März 2026.

Für Aktionäre ist dies derzeit ein untergeordnetes Risiko, da Klarna bereits Rückstellungen in Höhe von 15 Millionen USD hierfür gebildet hat, wie im letzten Bericht auf klarna.com vermerkt wurde. Dennoch sollten Anleger die Schlagzeilen im Auge behalten, da Reputationsschäden oft schwerer wiegen als die eigentlichen Strafzahlungen.

Ausblick: Volatilität als Begleiter

Der Februar 2026 hat gezeigt, dass Klarna zwar den Kinderschuhen entwachsen ist, aber als börsennotiertes Unternehmen noch Pubertätsprobleme hat. Die Technologie ist erstklassig, die Marke stark, doch die makroökonomische Sensibilität bleibt hoch. Wer hier investiert, kauft keine Bank, sondern ein Tech-Unternehmen mit Banklizenz – inklusive aller Chancen und Risiken. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die KI-Wette aufgeht oder ob die Kreditverluste die Effizienzgewinne auffressen. Bleiben Sie informiert und prüfen Sie regelmäßig die Klarna Aktie Analysten Prognose für Updates.

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