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Montag, Juli 15, 2024

Gouverneure unterstützen Biden Nach TV-Debatte

Nach einem umstrittenen TV-Auftritt stehen mehrere demokratische Gouverneure weiterhin hinter Präsident Joe Biden. Obwohl Bedenken über den Zustand des Wahlkampfs geäußert wurden, bekräftigten sie ihren Rückhalt für den amtierenden Präsidenten.

Biden selbst zeigt sich entschlossen, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, während innerhalb der Partei auch über mögliche Alternativen beraten wird.

Unterstützung der Gouverneure für Biden

In einem Treffen im Weißen Haus, das sowohl persönlich als auch virtuell stattfand, traf sich Biden mit über 20 Gouverneuren seiner Partei. Trotz der Besorgnis über Bidens Leistung in der letzten Debatte zeigten sich die Gouverneure einig in ihrer Unterstützung.

„Während des Treffens hat der Präsident sehr deutlich gemacht, dass er erneut antritt, um zu gewinnen,“ sagte Gouverneur Wes Moore aus Maryland. „Der Präsident ist unser Kandidat. Der Präsident ist unser Parteiführer.“

Direkte Gespräche und gemeinsame Unterstützung

Das Gespräch wurde als offen und ehrlich beschrieben. Die Gouverneure äußerten ihre Besorgnis über Bidens Performance in der letzten Woche, schlossen sich jedoch nicht den Rufen anderer Demokraten an, die empfahlen, dass Biden nicht erneut kandidieren solle.

„Es gibt noch viel zu tun vor der Wahl am 5. November,“ fügte Moore hinzu, betonte jedoch Bidens Entschlossenheit, im Rennen zu bleiben.

Ähnlich äußerten sich auch andere führende Gouverneure wie Kathy Hochul aus New York und Tim Walz aus Minnesota. Sie bestätigten nach dem Treffen, dass sie Biden weiterhin als geeigneten Kandidaten betrachten.

Bidens Entschlossenheit und Reaktionen auf Rücktrittsanrufe

Gemäß interner Quellen hat Biden in einem Telefongespräch mit seinem Wahlkampfteam seine Entschlossenheit bekräftigt: „Ich trete an,“ erklärte er. Auch seine Sprecherin Karine Jean-Pierre wies die Frage vehement zurück, ob Biden nach seiner schwachen Debattendarstellung einen Rücktritt in Erwägung ziehe: „Absolut nicht.“

Ein Bericht der New York Times hatte zuvor Aufsehen erregt, in dem behauptet wurde, Biden selbst habe einem Verbündeten gegenüber Bedenken über die Aussichten seiner Wahlkampagne geäußert. Diese Behauptungen wurden von einem Biden-Sprecher als „völlig falsch“ zurückgewiesen.

Innerparteiliche Diskussionen und mögliche Alternativen

Nach Bidens schwachem TV-Auftritt wurden innerhalb der Demokratischen Partei Stimmen laut, die eine Neuausrichtung vorschlagen. Lloyd Doggett, ein demokratischer Kongressabgeordneter aus Texas, meinte, Biden solle nicht erneut antreten. Er zollte dem Präsidenten zwar Respekt, hielt aber die Zeit für gekommen, dass Biden Platz machen sollte, um eine Übernahme durch „einen Kriminellen und seine Bande“ zu vermeiden.

Auch der Kongressabgeordnete Raul Grijalva aus Arizona forderte offen, dass Biden seine Kandidatur zurückzieht. Selbst Nancy Pelosi, ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses und enge Verbündete Bidens, sprach von einer „legitimen Frage“, ob Bidens Versagen in der TV-Debatte „nur eine Episode oder ein Dauerzustand“ sei.

Vorschläge für „Mini-Vorwahlen“

Sollte Biden auf eine Kandidatur verzichten, gibt es genügend potenzielle Kandidaten für die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten. Dazu zählen neben der amtierenden Vizepräsidentin Kamala Harris die Gouverneure von Kalifornien und Michigan, Gavin Newsom und Gretchen Whitmer, sowie JB Pritzker, Gouverneur von Illinois.

Der einflussreiche Kongressabgeordnete Jim Clyburn schlug vor, es könnten „Mini-Vorwahlen“ abgehalten werden. Falls Vizepräsidentin Harris als Präsidentschaftskandidatin antritt, bräuchte sie auch selbst einen neuen Vize. „Das würde uns die Möglichkeit geben, nicht nur zu sehen, wer an der Spitze der Liste stehen sollte, sondern auch, wer am besten als Zweiter geeignet wäre,“ so Clyburn, der Harris als Ersatzkandidatin befürwortet hatte.

Die Sorge um die Wahlkampffähigkeit Bidens

Umfragen der New York Times, CNN und des Wall Street Journal zeigen, dass Donald Trump deutlich vor Biden liegt – seit der TV-Debatte ist der Vorsprung auf sechs bis acht Prozentpunkte gewachsen. Vor der Debatte war der Vorsprung minimal.

Umfragen spielen in den USA eine wichtige Rolle, auch wenn sie aufgrund verschiedener Faktoren oft relativ ungenau sind. Schlechte Ergebnisse können jedoch ein wichtiges Signal an Unterstützer und unverzichtbare Spender senden.

Schlussfolgerung

Trotz eines enttäuschenden TV-Auftritts bekräftigen führende demokratische Gouverneure ihre Unterstützung für Joe Biden. Sie versichern, dass Biden weiterhin der geeignete Kandidat für die Präsidentschaftswahlen im November ist. Gleichzeitig werden innerhalb der Partei alternative Kandidaten und Strategien in Betracht gezogen, um sicherzustellen, dass die Demokraten auch 2024 eine starke Führung bieten.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Biden in der Lage sein wird, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen und seine Position zu festigen, oder ob sich die Partei für eine neue Führung entscheiden muss, um gegen den ehemaligen Präsidenten Trump anzutreten.

Mia Matteo
Mia Matteo
Ich bin Arthur Asa, ein engagierter Experte auf dem Gebiet der Politik, der Weltnachrichten und der lokalen Nachrichten. Mit einem scharfen Auge für Details und einem unstillbaren Durst, die Feinheiten des globalen Geschehens zu verstehen, habe ich Jahre damit verbracht, die Kräfte zu analysieren und zu interpretieren, die unsere Welt formen. Mein Fachwissen erstreckt sich von den geschäftigen Korridoren der lokalen Regierung bis hin zur internationalen Bühne, wo ich Einblicke in politische Dynamiken, gesellschaftliche Trends und das komplexe Zusammenspiel globaler Kräfte gebe. Ganz gleich, ob ich ein politisches Manöver analysiere oder eine aktuelle Nachricht aufdrösel, mein Engagement für Genauigkeit und Nuancierung macht mich zu einer zuverlässigen Quelle für alle, die ein tieferes Verständnis der Welt um sie herum suchen.

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