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Boris Becker könnte noch vor Weihnachten aus dem Gefängnis entlassen werden

Laut einem Bericht der deutschen Boulevardzeitung Bild könnte die deutsche Tennislegende Boris Becker noch vor Weihnachten aus dem Gefängnis entlassen werden. Der 49-jährige Becker sitzt seit Juni 2017 im Gefängnis, weil er eine Schuld in Höhe von 500.000 Euro (449.000 Pfund/581.000 Dollar) nicht an eine Londoner Bank gezahlt hat.

Dem Bericht zufolge haben Beckers Anwälte mit dem Vorsitzenden Richter über eine Freilassung auf Bewährung verhandelt. Wenn der Richter dem Antrag stattgibt, müsste Becker ein elektronisches Etikett tragen und würde einer Ausgangssperre unterliegen. Außerdem würde ihm die Ausreise aus Deutschland verboten.

Becker verbüßt ​​seine Haftstrafe in einer Haftanstalt im nordwestdeutschen Paderborn.

Beckers finanzielle Probleme begannen, nachdem er 2017 für insolvent erklärt worden war. Im Juni desselben Jahres wurde er dann zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine Schuld von 500.000 Euro gegenüber der Deutschen Bank AG nicht beglichen hatte. Die Schulden entstanden ursprünglich im Jahr 2002, als Becker einen Kredit bei der Bank aufnahm, um seine Scheidung von Ehefrau Barbara Feltus zu bezahlen.

Beckers Anwälte hatten im Oktober 2018 eine Strafminderung beantragt, damit er den Rest seiner Haftzeit unter Hausarrest verbüßen könne. Dieser Antrag wurde jedoch vom Vorsitzenden Richter abgelehnt.

Bei einer Freilassung zur Bewährung müsste Becker noch den Rest seiner Haftstrafe absitzen, die im Juni 2019 enden soll. Er dürfte aber noch vor Weihnachten das Gefängnis verlassen und die Feiertage mit seiner Familie verbringen.

Geschichte

Beckers finanzielle Probleme begannen 2015, als er aufgefordert wurde, seinem lebenslangen Freund und Unternehmensberater Hans-Dieter Cleven 5 Millionen Pfund zu zahlen. Im folgenden Jahr wurde Becker von einem Londoner Gericht verurteilt, einem anderen lebenslangen Freund, Speight, 3 Millionen Pfund plus Kosten zu zahlen, nachdem er einen langjährigen Rechtsstreit nicht beigelegt hatte. Im Juli 2017 wurde der Wimbledon-Champion wegen einer unbezahlten Schuld von 44 Millionen Pfund gegenüber der Privatbank AnaCap für bankrott erklärt.

Nach britischem Recht wird jemand 12 Monate nach Erlass automatisch von seinem Konkursbeschluss entbunden. Der Konkursverwalter kann diese Frist jedoch um bis zu fünf Jahre verlängern, wenn er der Meinung ist, dass der Schuldner seine Finanzen nicht vollständig offen und transparent dargestellt hat.

Es wird angenommen, dass der Konkursverwalter Beckers Entlassung Ende dieses Monats nicht widersprechen wird. Im Erfolgsfall wäre damit Beckers Insolvenz beendet und er wäre schuldenfrei.

Beckers Anwalt Sven Thomas sagte dem Insolvenzgericht Frankfurt am Main, sein Mandant wolle “neu durchstarten”. Herr Thomas sagte, das Urteil würde Becker „eine neue Chance im Leben“ geben und fügte hinzu, dass der Tennisstar „dankbar“ für die Chance sei, sein Leben wieder in Gang zu bringen.

Das Insolvenzverfahren gegen Becker wurde im Juni letzten Jahres eröffnet, nachdem er eine langjährige Schuld gegenüber einer Bank in der Schweiz nicht beglichen hatte. Die Schuld bezog sich auf ein Darlehen, das von einer anderen ehemaligen Bank aufgenommen wurde, um ein gegen ihn ergangenes Zivilurteil zu bezahlen.

Becker, der dreimal Wimbledon gewann und auf Platz eins der Weltrangliste stand, hat während des Prozesses immer wieder Vorschläge bestritten, er habe Geld vor den Behörden versteckt. Er hat zuvor gesagt, er wolle „einen Schlussstrich unter das Insolvenzverfahren ziehen“ und sein Leben weiterleben.

Fazit:

Ob Boris Becker noch vor Weihnachten aus der Haft entlassen wird, bleibt abzuwarten. Kommt er jedoch auf Bewährung frei, muss er den Rest seiner Strafe noch absitzen. Unabhängig davon, was passiert, scheint es, als ob Beckers Tage als Tennislegende hinter ihm liegen.

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