Die Welt der Wikinger hat das Publikum seit jeher fasziniert. Nach dem monumentalen Erfolg der Serie Vikings stand das Spin-off Vikings: Valhalla vor der gewaltigen Aufgabe, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten.
Die Serie, die rund 100 Jahre nach den Ereignissen um Ragnar Lodbrok und seine Söhne angesiedelt ist, versprach eine neue Generation von Helden, neue Konflikte und eine ebenso blutige wie fesselnde Erzählung. Nach drei Staffeln, die auf Netflix ausgestrahlt wurden, ist die Saga von Leif Eriksson, Freydís Eiríksdóttir und Harald Sigurdsson nun zu einem offiziellen Ende gekommen.
Doch hat die Serie die hohen Erwartungen erfüllt? Konnte sie ein eigenes, starkes Vermächtnis schaffen, oder blieb sie im Schatten der Mutterserie? Diese umfassende Analyse blickt kritisch auf die Stärken, Schwächen und das bleibende Erbe von Vikings: Valhalla. Wir tauchen tief in die Handlung ein, beleuchten die historischen Ungenauigkeiten und bewerten, ob das Finale der epischen Reise gerecht wurde.
Die Kern-Entitäten und Themen von Vikings: Valhalla
Um die Serie vollständig zu verstehen, ist es wichtig, die zentralen Elemente und Figuren zu identifizieren, die die Erzählung prägen:
- Historische Figuren:
- Leif Eriksson (Sam Corlett): Der berühmte Entdecker aus Grönland, Sohn von Erik dem Roten.
- Freydís Eiríksdóttir (Frida Gustavsson): Leifs Halbschwester, eine unerschütterliche Schildmaid und Hüterin des alten Glaubens.
- Harald Sigurdsson (Leo Suter): Der ehrgeizige norwegische Prinz, später bekannt als Harald Hardråde.
- König Knut der Große (Bradley Freegard): Der dänische König, der England erobert und ein Nordseereich anstrebt.
- Emma von der Normandie (Laura Berlin): Die kluge und strategische Königin von England, erst mit Æthelred, dann mit Knut verheiratet.
- Olav II. Haraldsson (Jóhannes Haukur Jóhannesson): Haralds christlicher Halbbruder und Konkurrent um den norwegischen Thron.
- Earl Godwin (David Oakes): Der machthungrige angelsächsische Adlige am englischen Hof.
- Fiktive oder stark fiktionalisierte Charaktere:
- Jarl Estrid Håkon (Caroline Henderson): Die weise Herrscherin von Kattegat in Staffel 1.
- Jarl Kåre (Asbjørn Krogh Nissen): Ein fanatischer christlicher Berserker, der Heiden jagt.
- Geografische und politische Entitäten:
- Kattegat: Das fiktive, aber zentrale Machtzentrum der Wikinger in Norwegen.
- England: Hauptschauplatz der Machtkämpfe zwischen Angelsachsen und dänischen Invasoren.
- Grönland: Die raue Heimat von Leif und Freydís.
- Jomsborg: Eine legendäre heidnische Festung.
- Nowgorod und Kiewer Rus: Wichtige Stationen auf der Reise von Leif und Harald.
- Konstantinopel: Das Zentrum des Byzantinischen Reiches und Ziel von Haralds Ambitionen.
- Wiederkehrende Themen:
- Glaubenskonflikt: Der unerbittliche Kampf zwischen dem aufsteigenden Christentum und dem alten nordischen Heidentum.
- Macht und Ehrgeiz: Das Streben nach Thronen, Ruhm und einem Platz in der Geschichte.
- Schicksal und Prophezeiung: Die Frage, ob das Leben vorherbestimmt ist oder durch eigene Entscheidungen geformt wird.
- Familie und Loyalität: Die komplexen und oft brüchigen Bande zwischen Geschwistern, Liebenden und Verbündeten.
Staffel 1: Ein vielversprechender, aber holpriger Start
Die erste Staffel von Vikings: Valhalla startete mit einem Paukenschlag: dem St.-Brice’s-Day-Massaker, bei dem König Æthelred II. die Ermordung aller Dänen in England befiehlt. Dieses historische Ereignis dient als Katalysator für die gesamte Serie und vereint Wikinger aus allen Teilen der nordischen Welt unter dem Banner von König Knut, um Rache zu üben.
Stärken der ersten Staffel
Die Serie fängt die epische Skala der Wikinger-Invasionen eindrucksvoll ein. Die Schlachten, insbesondere die Eroberung Londons und der geniale Plan zur Zerstörung der London Bridge, sind choreografisch beeindruckend und visuell packend. Valhalla scheut sich nicht, die Brutalität dieser Ära ungeschönt darzustellen, was der Serie eine authentische Härte verleiht.
Die Einführung der Hauptfiguren – der nachdenkliche Seemann Leif Eriksson, die kämpferische Heidin Freydís Eiríksdóttir und der charismatische Adlige Harald Sigurdsson – schafft ein interessantes zentrales Trio. Ihre unterschiedlichen Motivationen und Hintergründe sorgen für sofortige Spannung und Dynamik. Besonders die Darstellung von Leif als Mann, der von der blutigen Vergangenheit seines Vaters, Erik dem Roten, belastet ist, verleiht der Figur eine willkommene Tiefe.
Schwächen und historische Freiheiten
Trotz der starken Actionsequenzen leidet die erste Staffel unter einem gehetzten Erzähltempo. Historische Ereignisse, die sich über Jahre erstreckten, werden in wenigen Episoden zusammengefasst. Die drei Hauptfiguren Leif, Freydís und Harald, die historisch gesehen nie zur selben Zeit am selben Ort waren, werden auf eine Weise zusammengeführt, die zwar dramaturgisch praktisch, aber historisch fragwürdig ist.
Der zentrale Konflikt zwischen Heiden und Christen wird oft zu schwarz-weiß dargestellt. Charaktere wie der fanatische Jarl Kåre wirken eher wie karikaturhafte Bösewichte als komplexe Antagonisten. Die Darstellung von Kattegat als multikulturelle Metropole unter der Führung einer schwarzen Jarl, Håkon, sorgte ebenfalls für Diskussionen. Während es ein lobenswerter Versuch ist, Diversität in die Serie zu bringen, entbehrt diese spezifische Darstellung einer soliden historischen Grundlage und wirkt für manche Zuschauer wie ein anachronistischer Bruch mit der Welt, die die Originalserie etabliert hat.
Insgesamt etablierte die erste Staffel eine solide Grundlage, ließ aber in Bezug auf Charakterentwicklung und narrative Tiefe noch Luft nach oben.
Staffel 2: Die Reise ins Unbekannte und die Suche nach Identität
Nach dem Fall von Kattegat am Ende von Staffel 1 beginnt die zweite Staffel damit, unsere Helden in alle Winde zu zerstreuen. Leif und Harald begeben sich auf eine gefährliche Reise den Dnjepr hinab nach Nowgorod, während Freydís eine neue Heimat in der heidnischen Festung Jomsborg sucht. Königin Emma festigt derweil ihre Macht in England.
Eine willkommene Entschleunigung
Die zweite Staffel profitiert enorm von einem langsameren Erzähltempo. Anstatt von einer großen Schlacht zur nächsten zu hetzen, nimmt sich die Serie Zeit, die Welt jenseits von Skandinavien und England zu erkunden. Die “Roadtrip”-Dynamik zwischen Leif und Harald, die sie als eine Art “Thelma & Louise an der Wolga” beschreibt, ermöglicht tiefere Einblicke in ihre Charaktere. Ihre Reise durch die gefrorenen Flüsse der Kiewer Rus ist visuell atemberaubend und voller Gefahren.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung neuer, faszinierender Nebenfiguren:
- Mariam (Hayat Kamille): Eine syrische Astronomin und Gelehrte, die Leif eine neue Perspektive auf Wissenschaft und Glauben eröffnet. Ihre Figur ist eine Hommage an die fortschrittliche islamische Welt dieser Zeit.
- Großfürst Jaroslaw der Weise (Marcin Dorociński): Der scharfsinnige Herrscher von Nowgorod, der Harald sowohl unterstützt als auch misstraut.
- Elena (Sofya Lebedeva): Eine adlige Frau aus der Rus, deren Schicksal eng mit dem von Harald und dem Byzantinischen Reich verknüpft ist.
Freydís’ Weg als “Hüterin des Glaubens”
Freydís’ Handlungsstrang in Jomsborg ist einer der stärksten der Staffel. Die legendäre Wikingerfestung wird als ein Ort dargestellt, der zwar das Heidentum bewahren will, aber von inneren Konflikten und dem tyrannischen Lord Harekr (Bradley James) zerrissen wird. Freydís entwickelt sich von einer einfachen Schildmaid zur spirituellen Anführerin und Mutter. Ihr Kampf um die Seele des Heidentums und die Zukunft ihres Volkes verleiht ihrer Figur eine immense Bedeutung. Frida Gustavssons Darstellung ist kraftvoll und nuanciert und macht Freydís zu einer der überzeugendsten Figuren der gesamten Serie.
Kritikpunkte der zweiten Staffel
Obwohl die Staffel vieles richtig macht, gibt es auch hier Schwächen. Der Handlungsstrang in London um Königin Emma und Earl Godwin verliert im Vergleich zu den Abenteuern im Osten an Fahrt. Während die politischen Intrigen am englischen Hof gut geschrieben sind, wirken sie manchmal losgelöst von der Hauptgeschichte und verlangsamen das Tempo unnötig.
Einige Plot-Entscheidungen, wie der fast schon übermenschliche Sprung über einen riesigen Wasserfall, strapazieren die Glaubwürdigkeit selbst für eine Serie, die sich historische Freiheiten nimmt. Dennoch war die zweite Staffel ein deutlicher Fortschritt gegenüber der ersten und erweiterte die Welt von Valhalla auf spannende und bedeutungsvolle Weise.
Staffel 3: Das Finale – Schicksale werden besiegelt
Die dritte und letzte Staffel, die im Juli 2024 veröffentlicht wurde, hatte die Aufgabe, die losen Enden zu verknüpfen und den Reisen von Leif, Freydís und Harald einen würdigen Abschluss zu geben. Sieben Jahre sind seit den Ereignissen von Staffel 2 vergangen, und die Welt hat sich erneut verändert.
Haralds Aufstieg in Konstantinopel
Harald und Leif dienen mittlerweile als Elitesoldaten in der Warägergarde des byzantinischen Kaisers Romanos in Konstantinopel. Die Darstellung der prächtigen, aber von Intrigen zerfressenen Metropole ist ein visuelles Highlight. Haralds Aufstieg zum angesehenen Krieger, seine Affäre mit der zukünftigen Kaiserin Zoe (historisch Elena) und sein Konflikt mit dem brutalen General Maniakes (Florian Munteanu) bilden den Kern seines Handlungsstrangs.
Die Serie schafft es hier, Haralds unstillbaren Ehrgeiz und seine Entwicklung zum rücksichtslosen Anführer, der als “Hardråde” (der Harte) in die Geschichte eingehen wird, glaubhaft zu zeichnen. Sein endgültiger Entschluss, nach Norwegen zurückzukehren und den Thron zu beanspruchen, fühlt sich wie der logische Abschluss seiner langen Reise an.
Leifs Suche nach einem neuen Sinn
Leif ist nach den Gewaltexzessen in Sizilien ein gebrochener Mann. Seine Reise ist nicht mehr die eines Kriegers, sondern die eines Entdeckers, der nach Frieden und einem Land jenseits von Krieg und Gier sucht. Seine Begegnung mit dem Kartenmacher Calinicus in Griechenland und die Erkenntnis, dass es eine “goldene Welt” im Westen gibt (eine klare Anspielung auf Vinland/Nordamerika), geben ihm ein neues Ziel.
Die Rückkehr seines Vaters, Erik der Rote (gespielt von Goran Višnjić), in Grönland fügt eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. Der Konflikt zwischen Vater und Sohn und Eriks Versuch, Freydís und ihren Sohn zur Rückkehr zu zwingen, ist packend inszeniert. Am Ende entscheidet sich Leif endgültig gegen das Schwert und für das Schiff – ein passendes Ende für den berühmten Entdecker.
Freydís und das Ende von Jomsborg
Freydís’ Geschichte in Staffel 3 ist vielleicht die tragischste. Konfrontiert mit dem Verrat durch Magnus Olafsson, der ihr Volk mit vergiftetem Mehl dezimiert, muss sie Jomsborg aufgeben. Ihr Ziel ist es nicht mehr, einen heiligen Ort zu verteidigen, sondern ihr Volk in das von Leif versprochene neue Land zu führen.
Ihr endgültiges Wiedersehen mit Harald ist bittersüß. Beide erkennen an, dass ihre Wege sich getrennt haben – er wählt den Thron, sie die Freiheit. Es ist ein reifer und emotional befriedigender Abschluss für ihre komplexe Beziehung. Die letzte Szene, in der Freydís und Leif gemeinsam in See stechen, symbolisiert das Ende der Wikinger-Ära in Europa und den Beginn eines neuen Kapitels jenseits des bekannten Horizonts.
Kritische Bewertung des Finales
Das Ende von Vikings: Valhalla ist in vielerlei Hinsicht gelungen. Es bietet den Hauptfiguren plausible und historisch verankerte Abschlüsse. Die Entscheidung, die Serie nach drei Staffeln zu beenden, war mutig, verhinderte aber ein Ausfransen der Handlung, wie es bei der Originalserie teilweise der Fall war.
Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass einige historische Ereignisse übergangen wurden. Haralds berühmte Niederlage in der Schlacht von Stamford Bridge im Jahr 1066, die oft als das endgültige Ende der Wikingerzeit angesehen wird, wird nur angedeutet, aber nicht gezeigt. Dies mag aus budgetären Gründen oder aufgrund des erzählerischen Fokus geschehen sein, fühlt sich aber wie eine verpasste Chance an, die Saga zu einem wirklich epischen Abschluss zu bringen.
Historische Genauigkeit vs. Dramatische Freiheit: Eine Gratwanderung
Wie schon sein Vorgänger balanciert Vikings: Valhalla ständig auf dem schmalen Grat zwischen historischer Faktentreue und dramaturgischer Notwendigkeit. Die Serie ist keine Dokumentation, sondern ein Historiendrama. Dennoch ist es wichtig zu verstehen, wo die Serie von der Realität abweicht.
Die größten historischen Freiheiten:
- Das Zusammentreffen der Hauptfiguren: Leif Eriksson (ca. 970–1020), Freydís Eiríksdóttir (blühte um 1000) und Harald Hardråde (ca. 1015–1066) lebten zu unterschiedlichen Zeiten und hätten sich so nie treffen können. Ihre gemeinsame Geschichte ist rein fiktiv.
- Jarl Håkon von Kattegat: Die Figur ist eine fiktive Kreation. Es gab zwar einen historischen Håkon Eriksson, aber seine Rolle und Herkunft waren völlig anders.
- Die Eroberung der London Bridge: Obwohl es Berichte über Angriffe auf die London Bridge gibt, ist die in der Serie gezeigte Methode zur Zerstörung der Brücke eine dramatische Erfindung.
- Die Motivationen: Viele persönliche Motivationen, wie Freydís’ Rachefeldzug oder Leifs anfängliche Abneigung gegen das Wikingerleben, sind fiktiv und dienen der Charakterentwicklung.
Wo die Serie historisch punktet:
- Der Glaubenskonflikt: Die wachsenden Spannungen zwischen Christen und Heiden waren ein zentrales Merkmal des 11. Jahrhunderts in Skandinavien.
- König Knuts Nordseereich: Die Ambitionen von Knut dem Großen, ein Reich zu schaffen, das Dänemark, Norwegen und England umfasst, sind historisch korrekt.
- Harald Hardrådes Waräger-Dienst: Haralds Zeit als Söldner in der Warägergarde in Konstantinopel ist gut dokumentiert.
- Leifs Entdeckung von Vinland: Obwohl die Umstände fiktionalisiert sind, basiert seine Reise auf den isländischen Sagas, die seine Entdeckung Nordamerikas beschreiben.
Letztendlich nutzt die Serie die Geschichte als Leinwand, um eine fesselnde menschliche Geschichte über Ehrgeiz, Glauben und Schicksal zu malen. Die historischen Ungenauigkeiten sind verzeihlich, solange sie einer besseren Erzählung dienen.
Fazit: Ein würdiges, aber nicht makelloses Erbe
Hat Vikings: Valhalla die monumentalen Fußstapfen der Originalserie ausfüllen können? Die Antwort ist ein klares Jein.
Die Serie hat es erfolgreich geschafft, eine neue Generation von Charakteren zu etablieren, die das Publikum fesseln können. Insbesondere die Entwicklung von Freydís Eiríksdóttir zu einer komplexen und starken Anführerin ist ein Triumph. Die visuelle Umsetzung, von den brutalen Schlachten bis zu den exotischen Schauplätzen wie Konstantinopel, ist auf höchstem Niveau.
Gleichzeitig litt die Serie, besonders in der ersten Staffel, unter einem gehetzten Tempo und einer teilweise oberflächlichen Charakterzeichnung. Sie konnte nie ganz die philosophische Tiefe und die fast mythische Aura eines Ragnar Lodbrok aus der Originalserie erreichen.
Dennoch ist Vikings: Valhalla mehr als nur ein simples Spin-off. Es ist eine eigenständige, unterhaltsame und oft packende Saga, die das Ende einer faszinierenden Epoche beleuchtet. Die Entscheidung, die Geschichte nach drei Staffeln zu einem fokussierten Abschluss zu bringen, war weise und ermöglichte ein befriedigendes Ende.
Die Serie hinterlässt das Bild einer Welt im Umbruch – einer Welt, in der alte Götter sterben, neue Reiche entstehen und die letzten wahren Wikinger entweder auf dem Schlachtfeld fallen oder zu neuen Ufern aufbrechen. Und in diesem Sinne ist Vikings: Valhalla ein würdiger Abschlussgesang auf die Ära der Nordmänner.
Wird es eine 4. Staffel von Vikings: Valhalla geben?
Nein, Netflix hat offiziell bestätigt, dass die Serie mit der dritten Staffel abgeschlossen ist. Der Showrunner Jeb Stuart erklärte, dass die Geschichte von Anfang an auf drei Staffeln ausgelegt war, um die Reisen der Hauptcharaktere zu einem runden Ende zu bringen.
Basiert Vikings: Valhalla auf einer wahren Geschichte?
Die Serie basiert auf realen historischen Figuren und Ereignissen des 11. Jahrhunderts, wie Leif Erikssons Entdeckungsreisen, König Knuts Eroberung Englands und Harald Hardrådes Aufstieg. Allerdings nimmt sich die Serie erhebliche dramatische Freiheiten und kombiniert Figuren und Ereignisse, die historisch nicht zusammengehören.
Muss man die Originalserie Vikingsgesehen haben, um Valhallazu verstehen?
Nein, es ist nicht notwendig. Vikings: Valhalla spielt etwa 100 Jahre nach der Originalserie und führt eine komplett neue Gruppe von Charakteren ein. Obwohl es einige subtile Anspielungen und Verbindungen gibt (z. B. wird Ragnar Lodbrok als Legende erwähnt), steht die Geschichte für sich allein.
Wer waren die wichtigsten historischen Figuren in Vikings: Valhalla?
Die wichtigsten historischen Figuren sind Leif Eriksson, ein isländischer Entdecker, der als erster Europäer Nordamerika betrat; Harald Hardråde, der König von Norwegen wurde und 1066 bei der Schlacht von Stamford Bridge fiel; und Knut der Große, der König von Dänemark, Norwegen und England war.
Was ist der Unterschied zwischen Vikingsund Vikings: Valhalla?
Der Hauptunterschied liegt im Zeitrahmen und den thematischen Schwerpunkten. Vikings konzentriert sich auf den Beginn der Wikingerzeit im 8. und 9. Jahrhundert und den Aufstieg von Ragnar Lodbrok. Vikings: Valhalla spielt im 11. Jahrhundert und thematisiert das Ende der Wikingerzeit, den wachsenden Einfluss des Christentums und die Integration der Wikinger in die europäische Politik.

